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Was ist eine Dranginkontinenz?
Eine Dranginkontinenz bezeichnet man auch mit Reizblase oder überaktiver (hyperaktive) Blase. Eine Dranginkontinenz wird auch Urgeinkontinenz genannt, abgeleitet von dem englischen Wort urge = Drang. Wie die verwendeten Namen schon verraten, liegt hier keine Störung des Schließmuskelapparates vor, sondern eher eine Störung der Steuerung der Blasenmuskulatur.
Eine Dranginkontinenz liegt also dann vor, wenn bei einem intakten Sphinkter (Schließmuskel) ein starker Druck in der Blase auftritt, obwohl sie noch nicht gefüllt ist und der Urin bis zum Toilettengang nicht gehalten werden kann, da die Blasenmuskeln sich dabei so stark zusammenziehen, dass die Blase zu mindest teilweise spontan entleert wird. Dieser Drang kann so stark sein, dass auch Schmerzen auftreten können. Signifikant für das Vorliegen einer Dranginkontinenz ist außerdem, dass mehrmals in der Stunde Toilettengänge notwendig sind (Pollakisurie).
Eine Dranginkontinenz tritt häufiger bei Männern auf und dies oft in einem hohen Alter. Sie kann auch als so genannte Mischinkontinenz, gepaart mit einer Stressinkontinenz auftreten.
Mögliche Ursachen sind:
- entzündliche Erkrankungen der Niere, Blase, der Harnröhre, und des kleinen Beckens
- vergrösserte Prostata
- Krebserkrankung der Harnblase
- altersbedingte Mangelfunktionen der Nerven und Nervenleiden
Therapie
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